14.01.13
Neuerscheinung
DIE LEGITIMATION VON IMPERIEN
Strategien und Motive im 19. und 20. Jahrhundert
Projektbeschreibung
Der Sonderforschungsbereich "Transformationen der Antike" vereint elf sozial- und geisteswissenschaftliche Fächer der Humboldt-Universität zu Berlin sowie je eines der Freien Universität Berlin und des Max-Planck-Instituts für Wissenschaftsgeschichte in 16 Projekten mit knapp 60 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus insgesamt fünf Fakultäten.
Herzstück der interdisziplinären Arbeit sind vier Arbeitsgruppen mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten. Die Betreuung der Doktorandinnen und Doktoranden des Sonderforschungsbereichs ist in einem Integrierten Graduiertenkolleg (IGK) gebündelt.
Sprecher des Sonderforschungsbereichs ist Prof. Dr. Johannes Helmrath (Institut für Geschichtswissenschaften). Zum Vorstand des SFB gehören daneben Prof. Dr. Hartmut Böhme (Institut für Kulturwissenschaft), Prof. Dr. Verena Lobsien (Institut für Anglistik und Amerikanistik), Prof. Dr. Andrea Polaschegg (Institut für deutsche Literatur) sowie als Vorstände des IGK Prof. Dr. Werner Röcke (Institut für deutsche Literatur) und Eva Hausteiner. Finanziert wird der SFB durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG).
Das Ziel des Projektes ist es,
- die konstitutiven Funktionen der Antike bei der Ausbildung der europäischen Wissenschaftsgesellschaft und ihrer Disziplinen sowie
- die Rolle der Antike bei der Entstehung mittelalterlicher, neuzeitlicher und moderner kultureller Identitäten und Selbstkonstruktionen sowie
- die künstlerischen, literarischen, übersetzerischen und medialen Formen der Transformation
zu untersuchen. Auf allen drei Ebenen des Projekts stehen dabei die Transformationen im Mittelpunkt, die sowohl die Ausgangskulturen ('Referenzbereich') wie die jeweiligen Zielkulturen ('Aufnahmebereich') betreffen. Einen Arbeitsschwerpunkt stellt dabei auch die interdisziplinäre Vernetzung der Forschungen dar, denn obwohl die Antike selbst wie auch ihre Rezeption in der Vergangenheit intensiv erforscht wurden, geschah dies bisher weitgehend sektoralisiert: Es fehlte bislang überwiegend eine interdisziplinäre Kontextualisierung der produktiven Aneignungen und Transformationen antiker Wissenschaften und Künste bei der langsamen, vom Mittelalter bis zur Moderne reichenden Herausbildung des Wissenschaftssystems und der kulturellen Selbstkonstruktion der europäischen Gesellschaften. Ziel des SFB´s ist es, die Grundlagen dieser interdisziplinären Kontextualisierung in der Theorie zu legen und an Beispielen vorzuführen.


